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GESCHICHTE

Wir sind seit 1999 dem Bio-Anbau verpflichtet.

In der Provinz Almería wurden traditionell die für den Trockenboden der Mittelmeerregion typischen Kulturpflanzen wie Getreide, Oliven, Wein und Zitrusfrüchte angebaut. In der Region Campo de Dalías kam zum Anbau von Gerste und Kaktusfeige noch die Viehwirtschaft für den Eigenbedarf, und in Campo de Nijar außerdem noch Espartogras (für die Korbflechterei) hinzu. Seit dem 19. Jh. bis in die 1960er-Jahre war das wichtigste Exportprodukt die Tafeltraube, auch Ohanes-Traube oder Schifftraube genannt.

Die Nutzung des knappen Gutes Wasser war in Almería über Jahrhunderte ein Problem. Es haben sich Konstruktionen zur Sammlung und Speicherung des Regenwassers in Zisternen erhalten. Im 19. Jh. wurde versucht, dem Problem mit dem Bau von Stauseen, wie dem Isabella II-Stausee, zu begegnen; im 20. Jh. wurden weitere gebaut, wie z.B. der im Sumpf von Benínar oder der Stausee von Cuevas del Almanzora. Unterirdische Wasservorkommen waren seit langer Zeit bekannt. Seit Beginn des 20. Jh. kannte man die Grundwasservorkommen im Campo de Dalías, konnte diese jedoch aufgrund ihrer Tiefe von 40 bis 100 Metern nicht erreichen. Im Jahr 1957 begann man, moderne Hochleistungspumpen einzusetzen. Das Landwirtschaftsministerium setzte in der genannten Region Bewässerungsprojekte um, und mittels sog. Enarenados (Sandzonen) neutralisierte man die Wirkung des Salzes aus dem Wasser, damit dieses die Wurzeln der Pflanzen nicht erreichte. So konnten Feuchtigkeit und Wärme länger im Boden gehalten und das Wachstum der Pflanzen beschleunigt werden.

Das erste Gewächshaus wurde 1963 gebaut und die Technologie breitete sich über den Campo de Dalías, den Westen von Almería, und danach über den Campo de Níjar im Osten aus. Die Verwendung von Polyethylen als Ersatz für Glas war bereits davor auf den Kanarischen Inseln getestet worden. Der Kunststoff wurde über Holzpfosten oder Metallkonstruktionen gespannt und mittels Draht befestigt. Der transparente Kunststoff erhöht die Wärme und erhält die Feuchtigkeit. Dies macht es möglich, die Ernte einen Monat vor jener auf offenem Feld einzubringen und früher als in anderen Regionen; die Ernte kann im Dezember begonnen werden. Die Herbst-Winter-Saat kann somit bis März wachsen, wodurch eine zweimalige, manchmal sogar dreimalige Ernte möglich wird.

Zu den ursprünglichen Gemeinden des Campo de Dalías (Dalías, Felix, Vícar und Roquetas de Mar) kamen weitere neu entstandene (El Ejido und La Mojonera) und benachbarte wie Adra, Berja, bis hin zur Stadt Almería (El Alquián, La Cañada de San Urbano) und  Níjar. Heute findet sich in der Provinz Almería die weltweit größte Fläche von Gewächshäusern. Die Not und die Suche nach einem besseren Leben führten dazu, dass Ansässige aus der Provinz Almería und Siedler aus verschiedenen anderen Teilen Spaniens sich auf einen harten, entbehrungsreichen Weg begaben.

Zunächst mussten sie sich über die Grenzen der eigenen Familie hinaus verschulden. Dies bedeutete, dass sie Kredite aufnahmen und gleichzeitig andere Familien sich dafür verbürgten, damit Land gekauft, vorbereitet, gedüngt, Enarenado-Flächen angelegt und Gewächshäuser gebaut werden konnten. In manchen Fällen wurde einige Jahre lang auf offenem Feld mit Windschutz aus Schilfrohr angebaut und mittels Flutung bewässert; später wurde auf Gewächshäuser umgestellt und schließlich die Tropfbewässerung eingeführt.

Anhand dieses harten Kampfes, der so interessant und durchaus beachtenswert ist, lässt sich eine wichtige menschliche Fähigkeit erkennen: ohne Klagen und Jammern im Team der Familie zusammenzuarbeiten, wenn du weißt, dass niemand anderer deine Probleme lösen kann und du zusammen mit deiner Familie und unter höchstem Kraftaufwand einen Weg suchst, ein „Lebensprojekt im ländlichen Raum“ zu realisieren.
Zuerst arbeitet man im Familienverband und hilft einander bei allen Tätigkeiten im Gewächshaus: der Aussaat, der Ernte, beim Austausch der Kunststoffabdeckungen etc. Man beginnt dann, die Gesamtheit dieser Arbeitstätigkeiten als „Landwirtschaftliches Familienunternehmen“ zu bezeichnen.
Das gesamte Projekt schreitet voran und muss dem Umfeld und dem Markt angepasst werden, auf dem sich seit dem Beitritt zur EU eine steigende Nachfrage abzeichnet. Wir durchleben einige Schlüsseletappen:

1.- Die Jahre von 1960 bis 1990: Eine außerordentlich schwierige Zeit mit nur einigen wenigen Erfolgen; die Schwierigkeiten dieser Zeit haben verschiedene Ursachen: Extrem hohe Zinssätze von bis zu 23 % für die Bankkredite, Zolltarife, die so hoch sind, dass sie den Export praktisch unmöglich machen – dies ändert sich mit dem EU-Beitritt am 1. Januar 1986. Ein Mangel an Professionalität in der Branche aufgrund der raschen Änderungen, denen der Sektor unterliegt. Eine Form der Zusammenarbeit unter Landwirten sind die Kooperativen, sie sind ein wichtiger Teil der Entwicklung der Vermarktung.

2.- Von 1990 bis 2005 findet in der Provinz Almería eine Phase der intensiven Agrarwende statt, die dazu führt, dass die Agrarflächen der Familien zu wachsen beginnen; eine neue Generation investiert auch mehr in Gebäude, in Quantität wie auch Qualität, hinzu kommt der Einsatz von außerfamiliären Arbeitskräften. Immigranten aus anderen Weltgegenden kommen nach Spanien, voller Hoffnung und auf der Suche nach einem besseren Leben für ihre Familien in der Zukunft. In den 90er Jahren beginnt die integrierte Kontrolle mit biologischer Schädlingsbekämpfung und es entstehen die ersten „Bio-Landwirte“. Eine nachhaltige Entwicklung mit höherer Nahrungssicherheit.

3.-Seit dem Jahr 2005 gibt es eine Verbindung zwischen den Mittelmeerspielen und unserer Landwirtschaft, und Almería hat für die Qualität und Lebensmittelsicherheit seiner Gemüsepflanzen seither einen Platz auf der Weltkarte. Das Landwirtschaftsmodell entwickelt sich weiter und die Professionalität des Landwirts ist bereits eine selbstverständliche Anforderung des Sektors. Das Modell unserer Landwirtschaft entwickelt sich mit den Anforderungen des Marktes weiter. Welche weiteren Szenarien sind möglich? Jedenfalls ist heute mehr denn je die Bio-Landwirtschaft ein Teil der DNA unserer Provinz.

Unsere Familie

Wir sind stolz darauf, ein Familienunternehmen zu sein. Zu unseren Werten zählen der Respekt vor der Natur und die Liebe zu unserem Land.

Mi familia: (como muchas familias) Ángeles Meine Familie: Mutter Ángeles, der Motor der Familie, stammt aus Campo de Nijar und Papa Antonio, ein Zugezogener, der 1963 mit dem Traktor drei Tage und drei Nächte von seiner Geburtsstadt Espartinas (Sevilla) bis nach Grillos (Níjar) fuhr. Die beiden bilden einen Teil der ersten Generation, die in Almería den Wechsel in der Landwirtschaft vom Trockenfeldbau zum geschützten Gewächshaussystem anstieß.
Meine Geschwister und ich sind die Folge dieses Projektes, das unsere Eltern begonnen haben. Für all dies möchten wir ihnen und der gesamten ersten Generation danken, denn sie haben uns die Grundwerte des Lebens und die Liebe zu unserem Grund und Boden gelehrt, die nachhaltige Grundlage unseres Lebens ist.
Meinen Eltern und der gesamten ersten Generation der Obst- und Gemüsebauern von Almería
Danke!

Wir richten heute den Blick in die Zukunft mit freudiger Erwartung, dieser Geschichte weitere Seiten hinzufügen zu können.

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